Neue Klangeffekte und Spieltechniken auf der Klarinette
Diese praxisbezogene Arbeit enthält Informationen über neue Klangeffekte und Spieltechniken auf der Klarinette (Boehm-System) in einem bisher noch nicht veröffentlichten Umfang. Meine Idee war es, ein aktuelles Nachschlagewerk zu schreiben, das dem Interpreten nicht nur die angewandt gewordenen neuen Spieltechniken und Mittel der zeitgenössischen Musikkunst darstellt und erklärt, sondern mit neuen Informationen und Ideen auch Komponisten eine erweiterte Palette an Möglichkeiten bietet.
Im ersten Teil der Arbeit werden spezielle Spieltechniken wie Atem- Zungen- Fingertechniken und Klangeffekte wie Geräusch-Effekte oder perkussive- Effekte, die auch mit den möglichen Bauteilkombinationen der fünf Teile (Mundstück, Birne, Ober-, Unterstück, Schalltrichter) der Klarinette erzeugt werden können, systematisch dargestellt. Ca. 500 Effektbeispiele (3-4 taktige Übungen) mit 300 Hörbeispielen erklären die Erzeugung der Klangeffekte.
Im zweiten Teil werden alle praktisch realisierbaren Griffkombinationen (ca. 900.000) für Mikrotöne, Flageolett-Töne und Mehrklänge, die trotz großer Anzahl der Griffkombinationen in einer überschaubaren Format eine vollständige Grifftabelle bilden, systematisch geordnet. Dafür habe ich ein neues Griffcodesystem entwickelt, das sich gegenüber den graphischen Darstellungen im Code-Format leicht ordnen lässt. Das Suchprinzip ist dasselbe, wie bei einem Wörterbuch. Hier können auch die Griffkombinationen oder deren Ergebnisse, die Tonhöhen, gesucht werden. Mit der Erstellung der Grifftabelle wurden die gesamten grifftechnischen Möglichkeiten der Klarinette dargelegt. Sie steht zur Suche nach Mikrotönen und Mehrklänge zur Verfügung.
Der vollständigen Grifftabelle wurde eine umfangreiche Sammlung an Mehrklänge mit ca. 400 Notenbeispielen beigefügt. Alle Mehrklangbeispiele enthalten Hörbeispiele.
Für schnelleres Ablesen der Mehrklänge und Mikrotöne in der Konzert-Situation wird eine eigen entwickelte Griffnotation im Fünfliniensystem vorgestellt.
Der Inhalt der Arbeit in Stichwörtern:
- ca. 500 Notenbeispiele mit Erklärungen für Klangeffekte und spezielle Spieltechniken
- ca. 300 Hörbeispiele von Klangeffekten und speziellen Spieltechniken
- Die vollständige Grifftabelle für Klarinette (systematisch-akustisch geordnet). Die Griffe sind im revolutionären Griffcodesystem aufgezeichnet. Die Tonhöhen sind in der Genauigkeit von 1/12 Ton angegeben. (Systematisierung von ca. 900.000 Griffkombinationen)
- ca. 400 Notenbeispiele für Mehrklänge
- ca. 400 Hörbeispiele für Mehrklänge
- Neue Griffnotation im Fünfliniensystem für Klarinettisten für schnelles Ablesen der Musikstücke
- eigene Kompositionen fürs Erlernen der Spieltechniken.
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25 Variationen über ein bekanntes Thema mit aktuellen Spieltechniken für
Klarinette Solo mit Boehm und Oehler-System
Dieses Werk mit 25 Variationen über das bekannte Volkslied „Mein Hut, der hat drei Ecken“ unterteilt in 5 Themengruppen, setzt die Tradition des Virtuosentums des 19. Jahrhunderts fort. Die musikalische Form des „Tema con Variazioni“ war sowohl bei Komponisten wie Ludwig van Beethoven, Bernhard Crussel, Alamiro Giampieri, Paul Jeanjean, Gioacchino Rossini, Louis Spohr, Carl Maria von Weber, etc. als auch beim Interpreten und nicht zuletzt beim Publikum sehr beliebt. Mit diesen Werken können die Interpreten ihre fingertechnische und musikalische Vielfalt und die technischen Möglichkeiten ihres Instrumentes in einer kompakten unterhaltenden Form demonstrieren.
Dieses auf alte Traditionen aufgebaute Werk mit vielen verschiedenen zeitgemäßen musikalischen Sprachen und aktuellen Spieltechniken möchte interessierten Klarinettisten, welche den aktuellen spieltechnischen Standard mit unterhaltender Art erlernen, beherrschen und die Vielfalt des 20/21. Jahrhunderts dem Publikum präsentieren möchten, den Zugang zu den unterschiedlichsten Musikrichtungen eröffnen. Diesem Heft ist eine CD beigelegt. Sie dient mit allen 25 aufgenommenen Variationen als akustische Unterstützung, dem schnelleren Erlernen neuer Spieltechniken und einer leichteren Vorstellung neuer Klangeffekte.
Die 25 Variationen sind mit Buchstaben von A bis Z beziffert und in 5 Themengruppen unterteilt. Die einzelnen Variationen können für einen Konzertauftritt nach Belieben ausgewählt bzw. nacheinander gereiht werden, es sollten aber mindesten 5 Variationen gespielt werden oder der Vortrag sollte mindestens 3-4 Minuten dauern. Die Variationen können nach ihrem Charakter in Gruppen gereiht werden, es können aber auch existierende Worte oder Sätze wie z. B. „C, L, A, R, I, N, E, T“ als Vorlage für die Reihenfolgenaufstellung dienen.
Die 25 Variationen
1. Fingerspiele
A. Dynamo
B. Abflug der Vögel
C. Windmühlen
D. Flug des Ikarus
E. Propeller
2. Klanggemälde
F. In Gefangenschaft des wirbelnden heißen Frostes
G. Mit betontem Hottentotten-Ton
H. Sehr angetrunken
I. Grippe-Fanfare
J. Lamento in Lila
3. Kuriose Zauber
K. Defekte Ventile
L. Abschiedsbrief zur Tastatur
M. Heftiger Wind weht ins Horn
N. Ein Hund (mit Holzschuhen) kam in die Küche
O. Hirtenlied aus Liliput
4. Karikaturen
P. Zigeuners Idyll
Q. Klezmers Leid
R. Biedermeiers Attitüde
S. Paniertes Walzerl nach modaler Art
T. Just cool
5. Erfindungen- Entdeckungen
U. Hastig alteriert
V.W. Mosaic-Music
X. Die gefürchteten 12
Y. Eine Multiphonie
Z. Stiller Klagegesang
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